Gut vertreten: Jod und Fluor
Gibt es für die Ernährung eines Babys Alternativen zu mit Jod und Fluor versetztem Speisesalz? Etwa in Form von Gemüse, homöopathischen Mitteln, Schüsslersalzen oder Ähnlichem? Muss ein Baby unbedingt übers Speisesalz Jod für die Schilddrüse und Fluor für die Zahngesundheit erhalten? Wir verwenden derzeit Meersalz und Gemüsebouillon von Morga. Ist mein Kind damit ausreichend versorgt?
Andrea Vogelbacher, Remetschwil
Antwort
An Jod und Fluor mangelt es uns nicht. Solange wir uns gesund ernähren, viel Gemüse, Früchte, Nüsse, sowie Brot oder Käse zu uns nehmen, wird der Körper mit der nötigen Menge Fluor und Jod versorgt. Das gilt auch für Kleinkinder. Dass Sie dem Kind zusätzlich zum Meersalz und der Gemüsebouillion mit Fluor und Jod angereichertes Kochsalz geben ist deshalb nicht nötig.
Stress, Bewegungsmangel, Genussmittel, säurebildende Lebensmittel oder Krankheiten machen dem Mineralstoffhaushalt allerdings zu schaffen. Da kommt es vor, dass eine grössere Menge benötigt wird, die wir mit der Ernährung allein nicht mehr abdecken können. Doch auch in diesem Fall gibt es bessere Mittel, als mit Mineralien versetztes Kochsalz. Eine gute Ergänzung ist zum Beispiel der Aufbaukalk von Weleda. Er liefert neben Jod und Fluor auch alle anderen Mineralstoffe, die für die Organfunktionen wichtig sind. Sie können diesen bereits Kleinkindern verabreichen. Er wird oft von ganzheitlich praktizierenden Zahnärzten zur Kariesprophylaxe empfohlen.
In der normalen Zahnpflege sollte Fluor jedoch nicht grundsätzlich verteufelt werden. Bei wirklich guter Zahnreinigung und einem Verzicht auf ständiges Naschen von Süssigkeiten braucht es kein Fluor. Doch gerade bei Kindern, die Süssigkeiten lieben und sich gerne um das Zähneputzen drücken, ist Fluor in der Zahnpaste trotz allem ein guter Schutz gegen Karies.
Sabine Hurni
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