Basenbäder selber machen

Anführungszeichen Kann man eigentlich kostengünstig auch selber einen Badezusatz für ein Basenbad kreieren? Schlusszeichen Rolf Menke aus Effretikon

Antwort

Das kostengünstigste Basenbad wäre eine normale Seifenlauge. Alle Seifen sind basisch. Ihr pH-Wert liegt weit über 7. Würden Sie allerdings eine halbe Stunde darin baden, würde das den Säureschutzmantel der Haut vorübergehend beschädigen. Es würde eine gewisse Zeit dauern, bis der Körper wieder genügend freie Säuren nachgeschoben hätte, um den Schutz wieder aufzubauen. Ähnlich, aber in abgeschwächter Form, funktionieren die Basenbäder. Ihr pH-Wert liegt aber bloss leicht im alkalischen Bereich. Gleichwohl muss der Körper auch hier den Säureschutzmantel der Haut wieder aufbauen.

Bei unserer säurelastigen Ernährungsweise erreichen Sie mit baden allein allerdings nicht viel. Nötig wäre vielmehr eine Umstellung der Ernährung oder die Einnahme von Mineralsalzen. Das heisst: mehr Gemüse, Früchte, Nüsse und Trockenobst (Rosinen sind die Spitzenreiter unter den Basenbildnern). Und entsprechend weniger Eiweisse (Fleisch, Milchprodukte) und Kohlenhydrate (Weizen, Gebäck). Das freut auch gleich die Nieren und die Leber, weil diese Organe durch den Eiweiss- und Kohlenhydratkonsum ziemlich gefordert sind.

Ich empfehle Ihnen zudem Meersalzbäder; die sind einfach und kostengünstig herzustellen. Meersalz regt die Durchblutung an und reinigt den Körper energetisch. Wenn Sie vorher noch eine Tasse Kräutertee trinken und ein paar Rosinen knabbern, haben Sie den basischen Effekt ebenfalls. 100 Gramm Salzgranulat (erhältlich in jeder Drogerie oder Apotheke als Badesalz), 5 Tropfen natürliches, ätherisches Öl und 1 bis 2 Esslöffel getrocknete Kräuter oder Blüten ins Badwasser geben. Beim Öl und bei den Blüten können Sie beliebig experimentieren. Lavendel wirkt entspannend, Zitrone stimmungsaufhellend, Rosenöl ist beruhigend und Rosmarin regt die Durchblutung an.

Sabine Hurni, Ernährungsberaterin

Foto: fotolia.com


Kommentare

  1. Von ChrisHP am Mittwoch, 11.08.2010 Liebe Sabine Hurni,
    Ihr ansonsten guter Kommentar offenbart leider den Standartfehler, den uns die Kosmetikindustrie als Wahrheit verkauft, um ihre Produkte an den Mann zu bringen:
    Der "Säureschutzmantel" der Haut ist kein Abwehrmechanismus, der erhalten werden muss, sondern lediglich das Resultat der allgemeinen Übersäuerung. Der Körper entledigt sich über die Haut (auch) von überschüssigen Säuren, und dadurch wird die Haut sauer. Ein Neugeborenes Baby hat einen Haut-pH-Wert von ca 8, und das ist basisch und gesund. Wenn also jemand einen "Säureschutzmantel" hat, ist er lediglich übersäuert und keineswegs gesund. Diesen "Schutz" sollte man nicht erhalten.
  2. Von kakerlak am Sonntag, 03.04.2011 Lieber Chris, liebe Sabine Hurni
    Jetzt bin ich vollends konfus! Bisher duschte ich mit den billigsten Duschgels der Grossverteiler und hatte nie das Gefühl, Hautrobleme zu haben. Nachdem ich einige Zeit mit einer (Lavendel)Seife duschte, bekam ich trockene Haut. Im neusten Natürlich-Heft (April 2011) stiess ich auf Seite 57 auf ein Basenbad, das "samtweiche Haut" verspricht, also genau das, wonach ich suche.
    Jetzt bringen Sie, Frau Hurni, das ganze in Zusammenhang mit der Ernährung. Daraus folgere ich, das ein Basenbad gegen die Uebersäuerung im Magen und weniger mit der Haut zu tun hat. Sie schreiben gar, dass es den Säureschutzmantel beschädigen würde, wiedersprechen also dem (Werbe?)Text in ihrem Heft!? Hingegen besagt der Kommentar von ChrisHP, dass dieser Säureschutzmantel nicht zu erhalten sei, was wiederum für das Basenbad sprechen würde.
    Was ist jetzt der wirkliche Zusammenhang?

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