Basen-Ausgleich
Sehr erstaunt war ich über Ihre Aussage im Heft 1-12, Haselnüsse seien basischer als Mandeln. Bis jetzt habe ich überall nur das Gegenteil gelesen. Ich würde mich über den Genuss von Haselnüssen sehr freuen – ich liebe nämlich Nuss-Schoggi.
E. K., Ennetbürgen
Antwort
Offenbar sind sich die Experten bei den Mandeln und den Haselnüssen tatsächlich nicht ganz einig. Ich beziehe meine Informationen jeweils aus dem deutschen Säure-Basen-Forum (www.saeurebasenforum.de). Dort sind die Mandeln auf der eher sauren Seite eingereiht. Letztendlich ist dieser Unterschied meiner Meinung nach irrelevant: Um die Lebensmittel zu vergleichen, werden jeweils 100 Gramm einer bestimmten Substanz untersucht. 100 Gramm Mandeln bilden im Körper 4,3 mEq (milliequivalent) an SaÅNureüberschuss. Bei einem Cervalat (100 Gramm) sind es 8,9 mEq. Nur, von den Mandeln oder Haselnüssen isst man täglich vielleicht eine Handvoll. 100 Gramm Fleisch hingegen ist eine verhältnismässig kleine Portion. Am Ende des Tages – oder zumindest Ende Woche – muss einfach das Gleichgewicht stimmen.
Essen Sie also einfach beides: die kalzium- und magnesiumreichen Mandeln wie auch Haselnüsse, die reich an ungesättigten Fettsäuren sind. Und selbstverständlich können Sie sich ab und zu auch ein Stück Nuss-Schoggi gönnen; die kleinen, genüsslich verspeisten «Sünden» machen das Leben reich. Gemäss deutschem Säure-Basen-Forum ist schwarze Schokolade übrigens praktisch neutral. Laut Tabelle ist die NussSchoggi basischer als ein Apfel.
Das zeigt wieder einmal deutlich, dass basisch nicht gleichbedeutend mit gesund ist. Wenn Sie also etwas für Ihre Gesundheit machen möchten und Wert auf ein ausgewogenes Säure-Basen-Gleichgewicht legen, dann halten Sie sich am besten
an die Lebensmittelpyramide: Genug Wasser trinken, fünf Portionen Früchte und Gemüse täglich essen, ihrer körperlichen Aktivität angepasste Kohlenhydratmengen verzehren, etwas Fleisch, Nüsse und durchaus auch einmal etwas Süsses essen.
Sabine Hurni, Drogistin HF und Naturheilpraktikerin mit Fachrichtung Ayurveda und Phytotherapie
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