Alternative zu Ritalin

Anführungszeichen Meine Enkeltochter, 9, hat ADHS und ich würde sie gerne von den Tabletten weg bringen. Was wäre eine pflanzliche Alternative? Schlusszeichen A. W., Wiesentheid

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Antwort

Mit Ritalin werden Kinder ruhiggestellt; das Problem ist aber deswegen nicht gelöst. Nicht alle, aber ein grosser Teil der mit Ritalin behandelten Kinder könnten mit einer bewussten Ernährung und einem geregelten Lebenswandel sowie einem Minimum an medialen Reizen ein ganz normales Leben führen. Ohne Psychopharmaka. Aber das erfordert eine Menge Arbeit für Kind und Eltern. Mit einer pflanzlichen Tablette ist es nicht getan. Es braucht vielmehr ein Therapiekonzept, das neben der Ernährungsumstellung auch Nährstoffempfehlungen und die Behandlung mit Heilpflanzen oder homöopathischen Heilmitteln beinhaltet. Da müssen die Eltern aktiv mitmachen und dahinterstehen.

Häufig hängt ADHS mit Lebensmittelintoleranzen zusammen. Es kann auch eine Folge von Impfungen sein (siehe «natürlich» 11-2017). Impfschäden lassen sich mit der Homöopathie gut behandeln. Die Lebensmittelintoleranzen müssen mit einer Ernährungsumstellung korrigiert werden. Generell ist es wichtig, dass der Zuckerkonsum massiv reduziert wird: Maximum 30 Gramm Zucker pro Tag liegen drin. Mit einem Fruchtjoghurt ist diese Menge oft schon erreicht. Süssgetränke, Energiedrinks, Cola, Süssgebäck, Fruchtsäfte, Schokolade und Ketchup dürfen nur noch punktuell konsumiert werden. Auch Teigwaren und weisse Brötchen müssen fast wie Zucker behandelt werden, weil sie den Blutzuckerspiel stark und schnell ansteigen lassen. Wichtig bei ADHS sind zudem die Omega-3-Fettsäuren, die reichlich aufgenommen werden sollten. Sie kommen in Kürbiskernen, Leinsamen, Mandeln, Rapsöl und Leinöl reichlich vor.

ADHS ist ein sehr komplexes Thema, über das es unzählige Bücher und gute Literatur gibt. Es ist wichtig, die Facetten des Aufmerksamkeitsdefizit-Syndroms zu kennen, damit Sie die Eltern konstruktiv unterstützen können. Vermeiden Sie es aber, Ratschläge zu erteilen oder gar Vorwürfe zu machen. Sie können ihnen vielleicht eine gute Anlaufstelle angeben oder ein gutes Buch zum Thema schenken.

Sabine Hurni, Drogistin, Naturheilpraktikerin und Ayurveda-Expertin

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